Universität Zürich

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dominique richert , allemagne, premiere guerre mondiale

Universität Zürich
Historisches Seminar
Proseminar 2 bei Daniel Jetel
Frühlingssemester 2009
Gründe zur Desertion deutscher Soldaten im 1. Weltkrieg
Untersuchung anhand der Aufzeichnungen von Dominik Richert
von:Alessio Bianchi
Hofwiesenstrasse 10
8457 Humlikon
lance1@gmx.ch

Proseminar II Alessio Bianchi
FS 2009 Arbeit 1 Weltkrieg
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Die Quelle 3
2.1. Überlieferungsgeschichte der Quelle 4
2.2. Kurze Quellenanalyse 4
3. Richerts Gründe 4
3.1. Thematisch 5
3.2. Zeitlich 7
4. Schluss 8
5. Bibliographie 9
5.1. Quelle: 9
5.2. Literatur: 9
1. Einleitung

Der Erste Weltkrieg war der erste moderne Krieg. Modern vor allem was die Waffentechniken betraf, zusammen mit den Stellungskriegen in den Gräben ergab sich  daraus ein grauenerregendes, anonymes Massensterben. Der heroisierte Zweikampf Mann gegen Mann, die Verdienstmöglichkeiten für Ehre und Vaterland und das Verteidigen der Heimat wurde in diesem Krieg bereits in den Gräben erstickt. Dominik Richert erlebte in diesem Umfeld fast den ganzen Krieg, vom Ausbruch im August 1914 bis hin zu seiner Desertion im Juli 1918, etwas mehr als drei Monate vor dem eigentlichen Kriegsende. Er machte in dieser Zeit alle erdenklichen Torturen des Soldatenlebens im Ersten Weltkrieg mit, Grabenkriege an der Ost- und Westfront, Seuchen und Krankenheiten, Angst um seine Heimat, dem zwischen den Fronten stehenden Elsass-Lothringen. In meiner Arbeit werde ich Richerts Gründe zur Fahnenflucht vor dem Hintergrund der allgemeinen Desertion deutscher Soldaten darstellen, welchen ich mit Sekundärliteratur aufzeigen werde. Eine vergleichende Analyse mit anderen, ähnlichen Quellen stellte sich dabei ungewohnt schwierig dar: Sowohl die Quellen- als auch die Literaturlage betreffend deutscher Deserteure ist ungemein karg, in der Form eines ausführlichen und vor allem objektiven Kriegsberichts ist Dominik Richerts als Unikat anzusehen. Die verwandt anmutenden Feldpostbriefe können betreffend Desertionsgründe aufgrund der Zensur keinen Aufschluss geben. Abgrenzen werde ich meine Arbeit hinsichtlich einiger Themenfelder, die sich als zu gross für den vorgesehenen Umfang erwiesen. Die schleichende Diskriminierung von Polen, Dänen und eben Elsässer im deutschen Heer wird hier nur geringfügig zur Sprache kommen, ebenso die verschiedenen Faktoren, die auf die Kampfmoral einer grösseren militärischen Einheit wie ein Batallion oder ein ganzes Heer einwirken. Für eine statistisch-wissenschaftliche Herleitung der Desertion und deren Motive in ausführlicher Form verweise ich ausdrücklich auf das Werk „Gewöhnliche Soldaten“ von Christoph Jahr1 Meine Fragestellung an die einzige Quelle meiner Arbeit gestaltet sich deshalb folgendermassen: Aus welchen Gründen desertierte Dominik Richert? Sind diese Gründe repräsentativ für desertierte deutsche Soldaten?

2. Die Quelle
Jahr, Christoph: Gewöhnliche Soldaten. Desertion und Deserteure im deutschen und britischen Heer 1914-1

1918, Götingen 1998 (Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft 123). 05.06.2009 3/9

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2.1. Überlieferungsgeschichte der Quelle

Die Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte der Quelle ist fast so spannend wie die Erlebnisse selbst. Richert führte nicht während des Krieges Tagebuch, sondern schrieb seine Erfahrungen nach seiner Heimkehr während der für einen Bauern arbeitsarmen Wintermonate handschriftlich auf. Gedacht waren sie ursprünglich für seine beiden Söhne, die päter den Zweiten Weltkrieg in der französischen Widerstandsbewegung miterlebten.Erst 1987 stiess der spätere Herausgeber des Buches Bernd Ulrich im Zuge seiner Dissertation in einem Archiv auf ein Manuskript von mehr als 300 Seiten einer maschinengeschriebenen Erzählung, nur mit dem Namen von Dominik Richert und dem Absender eines Franzosen namens Jean-Claude Faffa, der die Notizen in den Sechziger Jahren in mühseliger Kleinarbeit abtippte. Nach einigen Nachforschungen setzten sich Ulrich und die zweite Herausgeberin, Angelika Tramitz, mit den beiden noch lebenden

Söhnen Richerts in Verbindung und gelangten so an das Originalmanuskript, das mehr als 60 Jahre auf deren Dachboden lag. Im Anschluss arbeiteten die beiden Editoren eine massentaugliche Ausgabe des Werkes heraus, mit einigen wenigen Kürzungen von längeren Orts- und Wegbeschreibungen und dem Weglassen eines mittleren Kapitels und des Schlussteils. Das Buch endet mit der Desertation im Juli 1918 und einem Nachwort der Herausgeber, die ufzeichnungen datieren aber bis Ende des Ersten Weltkrieges im

November desselben Jahres.2

2.2. Kurze Quellenanalyse

Erstaunlich an diesem Werk sind die sprachliche Fertigkeiten und die sehr objektive Erzählperspektive des Autors. Richert ging nur sieben Jahren zur Schule3 er fliessend und angenehm zu lesen, ohne sich zu wiederholen oder den Leser sprachlich zu langweilen. Dazu kommt, dass Richert sehr differenziert und bisweilen auch trocken von dem Kriegsgrauen, den Alltagsproblemen und dem kameradschaftlichen Miteinander berichtet. Das mag auch an seiner äusserst menschenfreundlichen Seite liegen, die er im Krieg nicht nur nicht verliert, sondern die sogar noch gestärkt wird durch die mitunter grauenerregenden Erlebnisse. Natürlich gibt es subjektive Tendenzen etwa gegenüber den Vorgesetzten oder der Armee an sich, was aber in solch einem lebensfeindlichen Umfeld nur natürlich ist.

3. Richerts Gründe

Vgl. Richert, Erlebnisse, S. 5-14.

2  Richert, Erlebnisse, S. 10.

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Richert nennt keine konkreten Gründe für seine Desertion, abgesehen davon, dass kurz davor, im Juli 1918, die überbordende Sehnsucht nach seiner Heimat der Auslöser zu sein schien. Dennoch, wenn der Leser das Buch rekapituliert, ist es nur vordergründig eine Bauchentscheidung mit einem Netz von vielen Faktoren dahinter wie bei allen Deserteuren. Richert erwähnt einige Gelegenheiten, bei denen er überlaufen wollte, welche nicht immer einen direkten Grund haben.

3.1. Thematisch

Den Begriff der Desertion beschreibt die Enzyklopädie des Ersten Weltkriegs mit „der eigenmächtigen Entfernung eines Soldaten ohne Genehmigung seiner Vorgesetzten“4 Das klingt in der Theorie nach einfacher Handhabung, in der Praxis gibt es vor allem juristisch gesehen feine Differenzierungen: „Unerlaubte Entfernung, Überlaufen, Kriegsdienstverweigerung“5 zusammengefasst.

Im Laufe der Kriegszeit werden die Strafen immer drastischer, bis gegen Kriegsende auf so gut wie alle Formen der Entfernung von der Truppe die direkte Todesstrafe oder zumindest langjährigen Haftstrafen stehen. Vor allem an diese Annahme des Unvermeidlichen stört Richert sich des Öfteren, in der einschlägigen Literatur ist von diesem Gefechtszwang selten die Rede. Häufig gibt das Verhalten der Offiziere oder allgemein der Heerführungen kein

Gegensteuer zur immer schneller schwindenden Kampfmoral der Soldaten. Richert schreibt viele Male über die seine Wut auf die Obrigkeiten aus verschiedensten Anlässen, die in einem aufkeimenden „tödlichen Hass gegen alle jene, die […] die bedauernswerten Soldaten zwangen, an der Front auszuharren und in den Tod zu gehen“6 Um sich diesem Zwang zu entziehen, begeht Richert alle denkbaren Verfehlungen.

Exemplarische Beispiele sind das Verstecken kurz vor einer Schlacht7 unerlaubte Entfernung beziehungsweise Untertauchen, in dem er sich immer wieder bei einer neuen Einheit hinter der Front meldet8 weiteren Woche Erholungsheim9

Jahr angesprochenen Löcher im System und wurden oft eingesetzt, um etwas von der Front wegzukommen und sich wenigstens vorübergehend einem Gefühl der Sicherheit  Jahr, Christoph: Desertion, in: Gerhard Hirschfeld (Hg.): Enzyklopädie Erster Weltkrieg, Paderborn 2004, S.

4 435.

Ebd., S. 435.

5  Richert, Erlebnisse, S. 346.

6  Ebd., S. 153.

7  Ebd., S 155.

8  Vgl Richert, Erlebnisse, S. 189.

9  und so weiter werden alle unter demselben Begriff  mündet.

oder oder das Herausschinden einer . Solche Vorgehen waren nicht unüblich durch die von 05.06.2009 5/9

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hinzugeben. 10

Ausserdem geht er insgesamt zweimal so weit, wirklich überlaufen zu wollen. Beiden Situationen gehen konkrete Erlebnisse oder Prozesse voraus, die Richert zwar nicht miteinander in Verbindung bringt, aber offensichtlich sind: Vor dem ersten gescheiterten  schreibt er viel über die desolaten Versorgungszustände und den anhaltenden

Versuch11

Hunger bei allen Soldaten. Das zweite Mal will er die erste Gelegenheit wahrnehmen, sich gefangen nehmen zu lassen12 entkommen, in die er kurz zuvor nach Jahren an der teilweise weniger intensiven Ostfront geworfen wurde. Beim dritten und erfolgreichen Versuch wird er dermassen von Sehnsucht nach der Heimat gepackt13

Die Lebensumstände tragen auch massgeblich, wenn auch meist erst in zweiter Linie dazu bei, dass Richert sich unerlaubt entfernt oder gar desertiert. Kälte, häufig kein Dach über dem Kopf, völlig unzureichende, immer gleiche und manchmal gar ausbleibende Verpflegung sowie Krankheiten und Läusebefall über mehrere Jahre führen zu sich anhäufenden Unmutsbekundungen im Laufe seines Berichts. Für seinen Kameraden Beck, der im Juli 1918 gemeinsam mit Richert desertiert, ist die Verpflegung der Auslöser für den Desertionsentschluss14 des Erwischtwerdens bei einer Desertion aus, aber jahrelang so ernährt zu werden, kann sicherlich auf die Psyche schlagen.

Darüber hinaus gilt es auch die Gefühlswelten der Soldaten miteinzubeziehen. Richert und anderen Elsässer hegen natürlich fast noch mehr Unsicherheitsgefühle, da sie nicht heimkehren können, wenn sie Urlaub haben und nur selten Briefe erhalten, somit also nicht wissen, ob es ihren Familien gut geht. Die übrigen Soldaten machten sich mit der zunehmend schlechten Versorgungslage in ihrer Heimat im Verlaufe des Krieges Sorgen, was sich negativ auf die Moral auswirkte.15 fassen ist allerdings schwierig, denn quellenmässig sind nur juristische Informationen von Gerichtsprozessen verfügbar.16

Weiter machte sich Richert und wahrscheinlich die meisten seiner Kameraden Sorgen über ihr eigene unmittelbare Zukunft. Sie wussten meist nicht, wohin sie geschickt werden, ob sie fast uneinnehmbare Stellungen anzugreifen hatten oder wie lange sie noch bei minus 40

Jahr, Soldaten, S. 110-112.

10  Vgl. Richert, Erlebnisse, S. 271-273.

11 Vgl. Richert, Erlebnisse, S. 310.

12 Ebd., S. 367.

13 Ebd., S. 372.

14 Lipp, Friedenssehnsucht, S. 283.

15 Vgl. Jahr, Soldaten, S. 136.

16, um der unmenschlichen Kriegsrealität an der Westfront zu , dass er sich wiederum dazu entschliesst. . Natürlich setzt sich kein Soldat wegen schlechtem Essen der Gefahr  Dies wissenschaftlich als Desertionsmotiv zu 05.06.2009 6/9

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Grad ausharren mussten. Auch das wird an der Moral gekratzt haben.Vom in der Forschungsliteratur häufig erwähnten Zusammenhalt unter den Soldaten und der gegenseitigen Loyalität ist bei Dominik Richerts Frontalltag nicht allzu viel zu spüren. Er kämpft für das eigene Überleben und ist so gut wie möglich zu seinen Mitkämpfern und später als Unteroffizier zu seinen Soldaten. Bei der erfolgreichen Desertion kommt es ihm nicht vor, als würde er jemanden im Stich lassen, sondern will „nur sein kleines bisschen Leben retten“17

Umständen mit dem Ziel gemeinsamen Überlebens, nicht für abstrakte Ziele wie das Vaterland“18 Gruppenzusammenhalt, der die meisten Soldaten von der Desertion abhielte.19 Richerts und seiner Kameraden stimmt das aber nur bedingt. Sie sind zwar füreinander da, bei der Möglichkeit zu desertieren ist aber jeder sich selbst der Nächste. Dazu kommt noch der lebensfeindliche Kriegseinsatz, in der der einzelne Soldat zur ersetzbaren Nebensache verkommt. Vor allem das durch die Technisierung des Kriegsgerätes bedingte Massensterben sieht der einzelne Soldat zwangsläufig, dass seine

Überlebenschancen sehr gering sind.

3.2. Zeitlich

Im Gegensatz zu vielen anderen Soldaten oder dem Grossteil des deutschen Reiches empfand Dominik Richert keine Begeisterung beim Kriegsausbruch 1914, sein erster Gedanke ist, dass „man im Kriege nichts so gut wie totgeschossen werden kann“20 Einstellung ist damit von Anfang an klar, scheint zu Beginn aber nicht mehr als ab und zu durch. Mit der Zeit beziehungsweise in Anbetracht des immer länger dauernden Krieges mehren sich seine Aussagen und seine Wut auf das unverständliche System mit ungerecht behandelten Soldaten und übervorteilten Offizieren, bis sie gegen Ende beziehungsweise vor seiner Fahnenflucht fast auf jeder Buchseite anzutreffen sind.

Manche Dinge haben auch einen weiter gefassten Hintergrund: Die Rationierung der Lebensmittel im Reich ab 1916 bekommen die Soldaten direkt zu spüren, häufig gibt es für sie nicht mehr als Brot und Kaffeeersatz. Bis zu diesem Zeitpunkt schreibt Richert manchmal über die Verpflegung, vor allem wenn sie ausbleibt, aber erst danach widmet er dem Hunger ganze Kapitel21. Richert kämpft also wie die meisten seiner Mitstreiter „unter den widrigsten , wie Mommsen richtig bemerkt. Weiter sieht Mommsen darin einen immensen

Das war, wie unter 3.1. auf Seite 6 bereits erwähnt, bei vielen Soldaten der

Richert, Erlebnisse, S. 386.

17

Mommsen, Kriegsalltag, S. 130.

18

Ebd., S. 130.

19

Richert, Erlebnisse, S. 15.

20

Vgl. Richert, Erlebnisse, S. 242-245.

21

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Fall im Laufe des Krieges, nachdem es den Zuhausegebliebenen zu Kriegsbeginn noch gut gegangen war.Richerts gleichgültige Haltung gegenüber dem Kriegsausgang wandelt sich vor allem 1918 wie bei vielen deutschen Soldaten zu einer Niederlagengewissheit. Was zwar nicht belegt, aber durch die autoritäre Struktur des deutschen Heeres anzunehmen ist, dass diese Meinung nur wenige wirklich aussprachen. Richert erwähnt seine Gedanken dazu einige Male, bis er seinem Vorgesetzten deutlich zu verstehen gibt, dass er von der deutschen Niederlage überzeugt sei22 Offizier diese Ansicht. Das machte sich auch im gesamten deutschen Heer bemerkbar.

Als die Erfolge der letzten grossen Offensiven im Frühling 1918 ausblieben, hatten die Soldaten nicht mehr viel Verständnis für eine Weiterführung dieses hoffnungslos gewordenen Krieges. Dies ging einher mit den nicht veröffentlichten Kriegszielen und -errungenschaften, die die Aussichtslosigkeit der Soldaten nur noch verstärkte 24 zeigte sich an den Auflösungserscheinungen des Heeres mit zunehmender Fahnenflucht,

Befehlsverweigerungen und Disziplinlosigkeiten.

4. Schluss

Allen drei von Richerts Desertionsversuchen gehen Ereignisse voraus, die als konkrete Auslöser anzusehen sind. Die anderen Faktoren sind in genau diesem Moment vielleicht nicht gerade präsent, haben aber durchaus eine verstärkende Sogwirkung. Das zeigt sich während des Überlaufens, als Richert sogar lieber wäre zu sterben25 Krieg mit all seinen lebensverachtenden Umständen mitmachen zu müssen. Dieser Gedanke hat nichts mit dem Auslöser, der Sehnsucht nach der Heimat, zu tun. Vor allem wenn keine greifbaren Ziele wie politische Sachen mehr da sind, ergibt sich mit den bestialischen Kriegseinsätzen und den schlechten Lebensbedingungen nur ein Ausweg. Dieser muss aber auch verfügbar sein (z.B. in den vom Platz äusserst dichten Stellungskriegen gab es so gut wie keine Möglichkeit zu entkommen).

Genauso vielfältig die Gründe von Dominik Richert sind, ebenso vielfältig sind die unzähligen Motive zur Desertion von deutschen Soldaten. Einige seiner Aktionen sind dabei repräsentativ für häufig vorgekommene Vorfälle im deutschen Heer, decken aber nicht die ganze reichhaltige Palette ab. Jahr zählt in seinem Buch noch mehr Motive und

. Etwas später23

äussert dann erstmals auch ein

Ebd., S. 336-337.

22

Ebd., S. 351.

23

Vgl. Lipp, Friedenssehnsucht, S. 285.

24

Richert, Erlebnisse, S. 372.

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Desertionsformen auf, die in Richerts Zusammenhang nicht erwähnt werden.26

begeht damit die normalen Verfehlungen eines Soldaten, seine Beweggründe zur Desertion

sind nicht ausserordentlich und bestimmt nicht exemplarisch. Exemplarisch ist nur sein

Bericht.

5. Bibliographie

5.1. Quelle:

Richert, Dominik: Beste Gelegenheit zum Sterben. Meine Erlebnisse im Kriege 1914-1918,

hg. von Angelika Tramitz/Bernd Ulrich, München 1989.

5.2. Literatur:

Hirschfeld, Gerhard/Renz, Irina (Hg.): Keiner fühlt sich hier mehr als Mensch. Erlebnis und Wirkung des Ersten Weltkriegs, Essen 1993.Jahr, Christoph: Desertion, in: Hirschfeld, Gerhard (Hg.): Enzyklopädie Erster Weltkrieg,

Paderborn 2009, S. 435-437.

Jahr, Christoph: Gewöhnliche Soldaten. Desertion und Deserteure im deutschen und britischen Heer 1914-1918, Göttingen 1998 (Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft 123).Lipp, Anne: Friedenssehnsucht und Durchhaltebereitschaft. Wahrnehmungen und Erfahrungen deutscher Soldaten im Ersten Weltkrieg, in: Archiv für Sozialgeschichte 36,

1996, S. 279–292.

Mommsen, Wolfgang J.: Kriegsalltag und Kriegserlebnis im Ersten Weltkrieg, in:

Militärgeschichtliche Zeitschrift 59/ 1, 2000, S. 125–138.

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